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Impressionen aus Qatar 2008 |
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Doha liegt zwar direkt Persischen Golf, dennoch ist die Halbinsel eine weitgehend unfruchtbare Stein- und Sandwüste. Jegliche
Bepflanzungen bedürfen deshalb einer intensiven Pflege und ständiger Bewässerung. Dafür leistet sich Qatar eine mit Meeresenergie betriebene Trinkwasseraufbereitungsanlage, die auch der Stromerzeugung dient. Dort werden auch die in der Stadt anfallenden Abwässer wieder aufbereitet. Das Stadtbild wird deshalb geprägt von dem Kontrast zwischen öden Steinflächen und Grünanlagen mit kurz gemähtem Rasen und Dattelpalmen.
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Verkehrstechnisch interessant ist, dass man in Doha mit dem Auto nicht links abbiegen kann, da jede noch so kleine Kreuzung mit einem Kreisel versehen ist, in den man rechts abbiegend hinein- und auch wieder herausfährt. Drastische Strafen, z.B. umgerechnet 15 000 US-$ für das Überfahren einer roten Ampel oder 5 000 $ für eine bereits geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitung sorgen seit einem Jahr für einen erheblichen Rückgang der Unfallzahlen, überwacht durch Blitzanlagen an nahezu jeder Straßenecke. |
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So wie es in Dubai die “Palme” gibt - eine künstlich aufgeschüttete Insel - so gibt es auch in Doha ein gewaltiges Bauprojekt: “The Pearl”. Endlose Züge von Lastwagen transportieren seit mehreren Jahren aus dem Inneren der Halbinsel ungeheure Massen von Steinen und Sand, um im flachen Meer eine künstliche Inselgruppe aufzuschütten, auf der ein ganzer Stadtteil entsteht. Das Photo zeigt einen kleinen Teil dieses Bauprojektes, im Vordergrund befinden sich die gesamten Anlagen zur Aufbereitung der Baumaterialien, im Hintergrund sieht man bereits die ersten Hochhäuser in den Himmel wachsen. |
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Im Zentrum von Doha gibt es die sogenannten “Suhks”, das sind zweistöckige Gebäudekomplexe in traditioneller Bauweise, wobei im Erdgeschoss viele kleine Läden untergebracht sind, in denen man alle Dinge des täglichen Bedarfs kaufen kann,
sei es Reis, Gewürze, Gemüse, Mehl, Tee, Kaffee, aber auch Stoffe, Eisenwaren oder ganze Boote. Das Obergeschoss ist so angelegt, dass eine natürliche Luftzirkulation entsteht, die das Gebäude kühlt und mit Frischluft versorgt. Je tiefer man in das Innere eines solchen Suhks eindringt, desto kühler wird es - angesichts der Tagestemperaturen von über 45°C eine sehr angenehme Maßnahme! |
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Einkaufen in diesen Suhks ist eine Angelegenheit, für die man sich viel Zeit nehmen sollte. Das Angebot ist sehr vielfältig, und es wird erwartet, dass man über den Preis der Ware verhandelt. Hat man einmal Interesse - z.B. an einem besonders schönen Tuch - gezeigt, wird der Ladenbesitzer nicht müde, immer noch weitere besonders schöne Exemplare herauszusuchen und vor dem potenziellen Kunden auszubreiten. Je länger man sich darauf einlässt und je lebendiger das Gespräch wird, desto weiter fällt der Preis. Bemerkenswert sind dabei auch die Mengen, die die qatarischen Hausfrauen einkaufen: der Reis wird säckeweise (25 oder 50 kg), Gewürze wie verschiedenste Currysorten, Kardamom, Koriander usw., werden Kiloweise geordert. Zum Transport mietet man sich eine Schubkarre mit Träger, der den Einkauf geduldig begleitet und die eingekauften Waren bis zum eigenen Wagen transportiert. |
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Wie in Kanada oder den USA gibt es in allen
Stadtgebieten von Doha auch zum Teil sehr große “Malls”, überdachte und voll klimatisierte moderne Einkaufszentren, die im Inneren häufig eigenständige Gebäude, aber auch eine große Eisbahn oder einen Kinderspielplatz enthalten. Auffällig sind dabei die teilweise mit Zeltdächern abgedeckten Parkplätze - besonders beliebt, weil in der prallen Sonne das Innere eines abgestellten Autos Backofentemperaturen erreichen kann.
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Was wäre Arabien ohne Kamele! Stellten sie in früherer Zeit das nahezu einzige Transportmittel durch die Wüste dar, sind sie mittlerweile aber durch moderne Technik abgelöst worden. Lediglich für Rundritte der Touristen werden an einigen markanten touristischen Sammelpunkten noch Kamele gehalten. Bemerkenswert ist dabei der Gestank, den diese Tiere verbreiten und der auch noch lange in der
Kleidung haften bleibt, wenn man sich einmal auf einen solchen Ritt eingelassen hat.Anders ist es allerdings m die Rennkamele bestellt - diese sind ein Sport für die Reichen und werden mit viel Aufwand gezüchtet. |
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Wasser und Wüste liegen in Qatar direkt nebeneinander. An einigen Stellen findet man deshalb Ansammlungen traditioneller Nomadenzelte, die mit Teppichen ausgelegt sind, also ohne Schuhe betreten werden, was eines gewissen Geschicks bedarf, da der Sand vor den Zelten glühend heiß ist. In diesen - zum Teil sogar mit Klimaanlagen ausgerüsteten Zelten - kann man auch einen Lunch serviert bekommen,
eisgekühlte Getränke inklusive. |
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Trotz der hohen Temperaturen - über dem Sand kann es bis in Hüfthöhe leicht fast 60° heiß werden - gibt es einige wenige Pflanzen, die dieser Hitze widerstehen können. Da gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist, verliert der Mensch große Mengen an Wasser durch Schwitzen, obwohl die Haut dabei völlig trocken bleibt. Es ist daher extrem wichtig, nahezu permanent zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Bei einer Fahrt durch die qatarische Wüste wird das Vorurteil, dass Wasser in einer Wüste gleichbedeutend mit einer Oase sein muss, schnell widerlegt. In Qatar findet man Wasser und Wüste unmittelbar nebeneinander, und an einigen niedrig gelegenen Stellen ist der Wüstenboden sogar feucht, dennoch findet man dort nur geringfügig mehr Pflanzen als an anderen, viel trockeneren Stellen. Wer es beim Baden gerne warm hat, ist hier richtig: in den flacheren Uferbereichen hat das Wasser die Temperatur einer wramen Badewanne, und erst weiter draußen im tieferen Wasser findet man Temperaturen von “nur noch” 30°.
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